Wer mehr bezahlt, ist selber schuld. Umso besser, wenn Ihr was sparen könnt. Die Veröffentlichung der analogen Schnippspiel-Konsole aus Osnabrück steht nach diversen Verschiebungen endlich kurz bevor und ich blicke auf die Gründe, warum Ihr Euch das großformatig-magnetische Geschicklichkeitsspiel nicht entgehen lassen solltet.
Auf der SPIEL Essen 2024 konnte ich Skitter erstmalig anspielen und mich zudem entspannt mit den Machern Ingo Wöhle und Alexander Morgenstern unterhalten. Nach einer kurzen Messe-Verschnaufpause und etlichen Überlegungen, ob ich noch ein weiteres Großspiel aus Holz wirklich brauche, habe ich schließlich zum Aktionspreis von knapp 100 Euro als Privatperson bestellt. Aus persönlicher Überzeugung, obwohl ich hier ein Weykick, Klask, Crokinole-Board, Passe-Trappe, Meraner Tischkegelspiel und ein seltenes Le Billard Finlandais in meiner Sammlung habe. Sollte eigentlich reichen und ausreichend Auswahl bieten. Trotzdem hat mich Skitter bei meiner kurzen Anspielsession direkt begeistert. Eben weil es sich einzigartig, erfrischend anders und eigen anfühlte und schlicht Spaß machte und genau darauf kommt es mir an.
Die letzte SPIEL liegt nun schon ein Jahr zurück und die Auslieferung von Skitter war für Anfang 2025 geplant. Daraus wurde nichts, weil die Macher aus Osnabrück mit der gelieferten Produktionsqualität nicht zufrieden waren. Bis dahin wurde schon über drei Jahre an dem Geschicklichkeitsspiel gebastelt und optimiert, da wollte man auf der Zielgeraden nicht einknicken und unter den eigenen Ansprüchen ausliefern. So kam und ging der Sommer 2025 und derweil steht der Auslieferungstermin im Oktober fest. Bis zum 24.09. läuft noch der versandkostenfreie Vorverkauf für inzwischen 119,99 Euro. Damit 20 Euro mehr als meine Vorbestellung vor einem Jahr, alles ist leider teurer geworden, aber immerhin noch 10 Euro preiswerter zum regulären Verkauf mit Versandkostenpauschale. Zwar immer noch eine Menge Geld, aber dafür bekommt Ihr ebenso eine Menge geliefert.
Skitter ist auf Langlebigkeit ausgelegt und setzt dabei auf FSC-Birkenholz für den Rahmen, Neodym-Magnete für die Zielfelder, eine folierte MDF-Platte als Spielfläche, Kork-Bumper als Hindernisse und Metallscheiben zum Schnippen. Deshalb auch das Gewicht von rund 3 kg inklusive des Zubehöres. Damit Ihr Skitter auch zu jedem Spieletreff mitnehmen könnt, hat der Umkarton einen Tragegriff, um das 74 x 45,5 cm große Spiel bequem transportieren zu können. Wer mal ein Weykick durch die Gegend geschleppt hat, der weiß solche Kleinigkeiten zu schätzen. Denn nur ein Spiel, das dauerhaft bespielt wird, dafür lohnen sich solche Ausgaben und wenn es transportabel ist, dann zähle ich das als eindeutigen Pluspunkt.
Klingt nach Werbung? Mitnichten, weil ist echte Überzeugung. Konkret: Meine ersten Erfolgserlebnisse stellten sich bei Skitter schneller ein als wie bei meinen Crokinole-Anfängen. Das ist gut, denn wenn ein Geschicklichkeitsspiel wie Piratenbilliard erst nach ausreichender Übung spielbar wird, dann müsst Ihr Euch durch eine frustrierende Trainingsphase quälen, was den Kreis Eurer potenziellen Mitspieler schrumpfen lässt. Ich schreibe hier aus Erfahrung und deshalb musste Piratenbilliard trotz seiner innovativen Spielmechanik auch wieder gehen. Mein Erstkontakt mit Skitter war da wesentlich erfolgreicher, obwohl mein Muskelgedächtnis eher auf Crokinole eingestellt war. Denn bei Skitter ist der Bewegungsablauf eher ein explosionsartiges Schieben, in dem man in die Aussparung der Metallscheibe greift und diese kontrolliert in die gewünschte Richtung schleudert. Die Skitter-Macher versprechen Euch „die strategische Tiefe von Carrom, die Präzision von Crokinole und den schnellen Spielspaß von Airhockey“.
Wer sich trotz aller Vorfreude nicht überraschen lassen möchte, dem empfehle ich die BRETT Hamburg am ersten Oktober-Wochenende im Gymnasium Rahlstedt. Oder Ihr geduldet Euch bis zur SPIEL Essen 2025 und steuert dort Stand D-400 in Halle 5 an, um Skitter dort ebenfalls in der Verkaufsversion ausführlich selbst anspielen zu können.






Update: Die Adressüberprüfung per E-Mail-Anfrage hat begonnen. Der Versand steht also kurz bevor. Wer mag, der kann per Kontakt an die Macher sein vorbestelltes Spiel alternativ auf der BRETT Hamburg (Anfang Oktober) oder auf der SPIEL in Essen vor Ort abholen. Da Hamburg für mich arg fern ist, bleibe ich bei Versand und werde Euch berichten, sobald das Spiel bei mir ankommt. Bin gespannt.